Ein zukunftsträchtiges
Modell für Handwerksfirmen
Connect Dreiländereck widmet sich
dem Thema Kooperation im Handwerk / Kooperationsnetzwerke
stellen sich vor
LÖRRACH (ama). Nicht mehr wie ursprünglich
geplant eine große "Connect Dreiländereck"
sondern zwei bis drei kleinere Veranstaltungen wird es unter
diesem Namen zukünftig geben. Nachdem auf der ersten
regionalen Auftrags-und Kooperationsbörse im April
2002 rund 150 Betriebe vertreten waren, haben sich die Veranstalter
nun entschieden, die Kooperationsplattform auf Themen zu
orientieren. Bei der dritten Auflage der Connect am 23.
Oktober in der Gewerbe Akademie in Schopfheim geht es um
Kooperation im Handwerk.
"Wir wollen die Kräfte bündeln",
sagte Immo Leisinger, Geschäftsführer bei der
Industrie- und Handelskammer (IHK) Hochrhein-Bodensee, beim
Pressegespräch dieser Tage. Zusammen mit acht weiteren
Einrichtungen, darunter dem Lörracher Innocel und der
Wirtschaftsregion Dreiländereck-Hochrhein, zählt
die IHK zu den Veranstaltern, die die Börse ins Leben
gerufen haben. Federführend ist diesmal aber die Handwerkskammer
(HWK) Freiburg.
Joachim Heidenreich, der die Schopfheimer
Börse organisiert, stellt die Information über
bestehende Kooperationen in den Mittelpunkt: "Wir möchten
Betriebe anregen, sich zum Thema Gedanken zu machen."
Die Zusammenarbeit verschiedener Handwerksbetriebe ist nach
Ansicht der Kammerverantwortlichen ein zukunftsträchtiges
Modell, zunehmendem Wettbewerbsdruck zu begegnen. "Die
Betriebe müssen sich heute mehr denn je kundenorientiert
verhalten", erklärt Joachim Heidenreich.
Viele Fachleistungen aus einer Hand zu
erhalten, werde für private Auftraggeber immer wichtiger.
Von der Auftragsvergabe bis hin zu abschließenden
Mängelrügen sieht er Vorteile für die Kunden,
wenn sie nicht viele verschiedene Unternehmen gleichzeitig
beauftragen müssen. Deren Zusammenarbeit zu koordinieren,
muss Nichtfachleuten zudem schwer fallen. Für die einzelnen
Unternehmer ergibt sich andererseits die Möglichkeit,
eigene Fähigkeiten besser fokussieren zu können.
Wenn sich nicht mehr jeder einzelne um Fragen des Marketings
kümmern muss, bleibt sinnvoller nutzbare Zeit fürs
Kerngeschäft.
In Schopfhelm werden die Geschäftsführer
drei Kooperationsnetzwerke ihre Arbeit vorstellen und über
Spielregeln einer Kooperation sowie das Thema Kundenbindung
und Marktauftritt referieren. Ein Einführungsvortrag
zum Thema "Kooperation als zukunftsorientierte Form
der Zusammenarbeit" und eine Diskussion runden die
Veranstaltung ab.
Connect: Gewerbe Akademie in Schopfheim,
23. Oktober, 10 bis 17 Uhr Information und Anmeldung: .07621-5500158
Badische Zeitung, 15. Oktober 2003
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