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Kooperation gewinnt an
Bedeutung
Handwerk muss mehr Hand in Hand arbeiten und Kräfte
bündeln – Info-Börse am Donnerstag, 23.
Oktober, in Schopfheim
Kreis Lörrach/Schopfheim (Lu) Selbstständigkeit
hat im Handwerk eine lange Tradition. Doch ein infolge der
Globalisierung sich verschärfender Wettbewerb, betriebsgrößenbedingte
Nachteile sowie auch die wachsende Nachfrage nach Kompletdösungen
zwingen zum Umdenken. Das Thema Kooperation in Handwerk
und Mittelstand gewinnt immer mehr an Bedeutung, frei nach
der Devise: lieber Hand in Hand als allein unrentabel.
Ob nun feste Partnerschaft oder ein eher
loser Verbund über die eigenen Fachgrenzen hinweg:
Immer mehr Handwerksbetriebe erkennen die Chance, gemeinsam
ihre Stärken und ihr Know-how zu bündeln, um so
neue Dienstleistungen anzubieten und neue Märkte zu
erschließen - auch im Landkreis Lörrach und im
Dreiländereck.
Seit einigen Jahren schon gibt die
Handwerkskammer daher Hilfestellung in Form von Beratung
zum Thema Kooperation. Eingerichtet wurde dazu auch eigens
eine regionale Auftrags- und Kooperationsbölse, unter
dem Arbeitstitel "connect-dreiländereck".
Ansprechpartner ist hier Diplom-Ingenieur Joachim Heidenreich,
Handwerkskanuner Freiburg, Bereich Wirtschaftspolitik und
Handwerksorganisation.
Nach dem Erfolg versprechenden Start im April 2002, als
im Lörracher Innocel 250 Unternehmer und Dienstleister
aus dem Handwerk zusammenkamen, und einer weiteren Veranstaltung
im Juni dieses Jahres zum Thema "E-Logistics"
findet unter der Federführung der Handwerkskammer Freiburg
und in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Lörrach
bereits die dritte Börse am Donnerstag, 23. Oktober,
von 15.30 bis 18 Uhr in der Gewerbe Akademie Schopfheim
statt. Schwerpunktthema dabei soll „Gewinn durch Kooperation
- Chancen im Handwerk und Mittelstand" sein. Die Börse
richtet sich an kleinere und mittlere (Handwerks-) Untemehmen,
die sich über die Voraussetzungen einer Kooperationsgründung
informieren möchten oder Partner für die Zusammenarbeit
in der Region finden möchten.
„Es macht viel Mühe eine Kooperation im Handwerk
aufzubauen", spricht Joachim Heidenreich aus seiner
Erfahrung. Immerhin erfordert eine Kooperation anfänglich
hohe Investition an Zeit und damit auch Lohnkosten. Und
auch das Handling mit dem Marketing der neuen Kooperations-Firma
sei noch nicht sicher, wie man sich dies wünschte.
Um jedoch auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich zu sein,
gehe kein Weg an den Kooperationen im Handwerk, bei denen
diverse Betriebe quasi Hand in Hand arbeiten kein Weg dran
vorbei.
Vor allem müsse der Focus künftig deutlich am
Kunden orientiert sein, weiß Heidenreich. Ein Kunde,
ein Auftrag ein Ansprechpartner - das ist es, was heute
verlangt werde. "Auch bei irgendwelchen Mängeln
darf es für den Kunden schließlich nur einen
Ansprechpartner geben", sieht der Experte von der Handwerkskammer
in der Kooperation.
Vor allem Kunden mit großen Auftragsvolumen wollten
nur einen einzigen Auftragnehmer, der selbst dafür
sorgt, dass alles wie am Schnürchen klappt. "Und
gerade hier gilt im Handwerk, nach einer leicht verschlafenen
Entwicklung wieder Boden gut zu machen", betont man
bei der Handwerkskammer.
Südkurier, 11. Oktober 2003
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