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“RFID wird unser
Leben verändern”
“Connect Dreiländereck” im Innocel mit
einem Besucherrekord / Neue Möglichkeiten mit Radiofrequenz-Identifikation
(RFID)
Von unserem Mitarbeiter Ralph Dorweiler

Jürgen Treffert stellte die neue Technik vor. (FOTO:
RALF DORWEILER)
LÖRRACH. Die Veranstaltung der “Connect Dreiländereck”
im Innocel konnte am Mittwoch einen Besucher rekord vermelden.
Etwa 130 Personen aus Deutschland, der Schweiz und erstmalig
Frankreich waren erschienen, um “Computer mit Augen
und Ohren” kennenzulernen. RFID heißt die neue
Technik (Radiofrequenz-Identifikation), die so viel Fachpublikum
anzog.
“Wir wählen ein Thema aus und
hoffen, den Nerv der Zeit zu treffen. Diesmal ist es uns
sichtlich gelungen” , sagte Gastgeberin Diana Stöcker-Unnerstall
in Hinblick auf die vielen Besucher. Nach einer Einführung
durch Professor Jürgen Treffert (Berufsakademie Lörrach
und Steinbeis IT-BusinessConsulting), trennten sich die
Wege der Gäste, denn acht weitere Referenten hatten
weitere Angebote parat.
Treffert erläuterte zunächst, was RFID bedeutet.
Ein Chip und eine Antenne werden auf ein Trägermaterial
aufgebracht und ergeben einen so genannten Transponder.
Dieser kann nun über Funk mit anderen Chips und Computern
kommunizieren. “Anwendungsmöglichkeiten gibt
es unzählige” , sagte Treffert und betonte, dass
RFID auch bei der CeBIT ein Schwerpunktthema gewesen sei.
Beispielsweise könnten Produkte im Supermarkt statt
mit Strichcodes mit RFID-Transpondern ausgestattet werden.
Kommt der Kunde zur Kasse, melden die Produkte selbst, wie
viel sie kosten. Zuverlässiger und schneller, als ein
Mensch dies aufnehmen könnte. Aber auch in der Industrie
gebe es zahllose Einsatzmöglichkeiten. Neben der Kennzeichnung
von Produkten seien der Schutz vor Diebstahl oder die Zutrittskontrolle
möglich. Kein Wunder also, dass es Kritiker wegen Datenmissbrauchs
besorgt sind. “Ob es gerade nur ein “Hype”
ist, also eine Mode, müssen Sie im Laufe des Seminars
selbst entscheiden” , forderte Treffert die Teilnehmer
auf. “Ich jedenfalls denke, RFID wird unser Leben
verändern” , fügte er hinzu.
Neben technischen Problemen sind die Transponder
zur Zeit noch recht teuer und lohnen sich nicht für
alle Anwendungen. “Aber die Preise sinken täglich”
, versicherte Treffert. Weitere Hürden bedeuteten auch
die Kosten für die Umstellung von Barcode auf RFID.
Zudem seien sehr große Datenbanken nötig, um
alle Daten bearbeiten zu können.
Beispiele aus der Praxis brachten einige
der Referenten, sei es das Krankenhaus, das sein Bettenmanagement
über RFID betreibt oder das Logistic-Unternehmen, das
seine Paletten funken lässt und immer weiß, wo
sich die Ware befindet.
Beim anschließenden Aperó
ergaben sich dann viele Gespräche unter den Besuchern,
woraus sich die eine oder andere Zusammenarbeit ergeben
dürfte. Dies ist das Hauptziel der “Connect Dreiländereck”
, die von Handwerkskammer Freiburg, IHK Hochrhein-Bodensee,
Innocel, STZ IT-BusinessConsulting, dem Department Informatik
der Uni Basel und der Wirtschafsregion Südwest betrieben
wird: die Vernetzung regionaler Unternehmen.
Badische Zeitung, 1. April 2006
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