Denkender Chip als Kassierer
im Supermarkt
Mit einem Transponder ist (fast) alles
möglich / Großandrang im Innocel / Mikrochip
verändert unser Leben
Lörrach
(dr). Ein Mikrochip mit einer kleinen Drahtspule
schickt sich an, unser Leben wieder einmal zu verändern:
der Transponder. Um über die kommenden Anwendungsmöglichkeiten
dieser Technik zu informieren, veranstaltete die connect-Dreiländereck
in Zusammenarbeit mit der Innocel Lörrach und weiteren
Partnern die Informationsveranstaltung RFID: mit Transpondern
Geschäftsprozesse beschleunigen.
Die Radiofrequenz-Identifikation (RFID)
wird bereits unbewusst häufig genutzt. So funktionieren
die meisten Wegfahrsicherungen moderner Autos genau nach
diesem Prinzip.
Jetzt erobern sich die RFID-Chips durch
stetigen Preisverfall und weitere Miniaturisierung immer
neue Anwendungsfelder.
Prof. Dr. Jürgen Treffert von der
Berufsakademie Lörrach und vom Steinbeis-TransferZentrum
betonte, vom einfachen Identifikationschip bis zum denkenden
Chip mit eigenen Sensoren sei alles möglich. So ist
es keine Illusion mehr, dass an der Supermarktkasse alle
im Einkaufswagen liegenden Waren auf einmal automatisch
erfasst werden können.
Die Vorteile für den Anwender wären
riesig und reichten von der Wahrenbestandserfassung bis
zur Diebstahlskontrolle. .
Für die billigen Waren im Discountmarkt
sind die Transponder heute noch zu teuer. Bei anderen Unternehmen,
die etwa mit Gefahrstoffen umgehen, wird bereits jetzt diese
Technik mit großem Erfolg eingesetzt.
Nach den einführenden Worten stellten
acht Unternehmen die neue Technik im praktischen Anwendungsbereich
vor. Ob Zugangskontrolle in sensible Firmenbereiche, Zeiterfassung,
Zugriffsrechte auf Daten - immer kann berührungslos
ein Transponder weiterhelfen.
Ein Schwerpunkt der heutigen Anwendung
liegt dabei auf der Lagerverwaltung. Selbst das Insel-Spital
in Bern/Schweiz bedient sich beim Bettenmanagement intelligenter
Transponder und spart damit viel Geld ein.
Das Interesse an der Veranstaltung war
riesengroß. Rund 150 Gäste aus Industrie, Handel
und IT-Branche aus dem ganzen süddeutschen Raum sowie
der Schweiz waren gekommen.
Oberbadisches Volksblatt, 4.4.2006
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